Norwegen (N) 2010






Starvanger
Starvanger

8. Tag: Mittwoch 9. Juni 2010

 

Nach einer kurzen Nacht werden wir um 6.00 Uhr wach. Es erwartet uns wieder herrlicher Sonnenschein und wir beschlie- ssen in Stavanger zu Frühstücken. Um 8.00 Uhr sind wir bereits per Fährverbin- dung (schwarz gefahren weil System nicht verstanden und nicht gefunden) in Sta- vanger und entdecken direkt am Hafen ein kleines uriges Cafe/Kneipe.

 

Frühstück gibt es nun vom Allerfeinsten: 4 halbe Brötchen mit Krabben, eines mit gek. Schinken, eine Cola, ein Milchkaffe 300 NK, aber es war super! Gestärt bummeln wir durch das gepflege "Gammel-Stavanger". Diese kleinen weißen Häuschen mit prächtigen Blumenbewuchs vor der Haustür, die engen Gassen, ziehen uns völlig in seinen Bann.

 

In der City gibt es keine großen Kaufhäuser, auch hier sind die Geschäfte in kleinen Häusern untergebracht und Wolfgang käuft sich ein paar Sandalen. Sie werden zu seinen Lieblings- schuhen! Gut, daß wir so früh hier waren, da es sehr warm wird gegen Mittag. Die Touris mit Strohhüten und großer Film- kamera, werden auch mehr, da ein Kreuzfahrtschiff angelegt hat.

 

Wir sitzen gegen Mittag wieder auf unserer Fähre nach Tau. Jetzt bemerken wir, daß wir die Überfahrt zahlen müssen, Wolfgang geht zum Kassenhäuschen und zahlt wenigstens die Rückfahrt = 83 NK!Wir setzen unsere Reise mit dem WOMO fort, fahren 120 km, 2 x Fähre übersetzen, und benötigen 4 Stunden!

 

Unser Campingplatz liegt direkt an einem Fjord (Fikkedal). Wir stehen direkt am Strand und genießen den Blick auf das Wasser. Dieses ist angenehm warm und einige Gäste baden darin. Es geht ganz seicht rein und Anett ist begeistert.

 

Abends erkunden wir bei einem Spaziergang unseren Camping- platz und während wir noch draußen vor dem WOMO sitzen, fährt ein LKW vor und stellt sich an einen Wohnwagen.

 

Dort wird Holz und weiteres Material ausgepackt. Die Terrasse wird neu montiert, mit Säge, Hammer und Nagel - kein Accuschrauber! - bis spät in die Nacht!



Vickedal nach Bergen
Vickedal nach Bergen

 

9. Tag: Mittwoch 10. Juni 2010

Duschen geht nicht, haben nicht den Chip dafür? Heute wollen wir bis Irna Andra, kurz vor Bergen kommen. Diese Etappe hat 180 km,2 x Fähre warten und fahren , z. T. gut ausgebaute Straßen, bis auf eine Begegnung mit einem Lkw, dessen Fahrer auch noch am Telefonieren war.

 

Zum Glück setzte er zurück, da wir eine ganze Reihe Autos hinter uns hatten. Die komplette Straße durch den Ort Tysse war eine Baustelle und nur 1spurig. Wir hangelten uns dadurch und gönnen uns auf einem Rastplatz 2 Softeis, riesig, lecker und teuer 60 NK! Kurz vor Bergen herrscht ein Schilder Chaos und wir müssen höllisch aufpassen, denn Uschi ist auch etwas überfragt. In einem Tunnel betätigt ein hinter uns fahrender LKW eine Hupe - mich haut es fast vom Hocker!- wir fahren nicht schnell genug - hallo wir fahren schon 100 km/h.

 

Später erfahren wir, daß in den Tunnel keine Blitzer stehen und so die Lkw´s Tempo machen. In Irna Andra finden wir sofort den im WOMOFührer beschriebenen Supermarkt mit dem Großparkplatz. Hey, endlich mal wieder etwas Schoppen! Von der vielbefahrenen Straße bekommen wir kaum Geräusche mit. In der Nacht hat vermutlich das ganze Schlagzeugregister auf unserem Dach getrommelt, es hat so stark geregnet, typisch für Bergen!

 


Bergen per Bahn
Bergen per Bahn

10. Tag; Donnerstag 11. Juni 2010

Mit dem Zug geht es nach Bergen in die Innenstadt. Am Bahnhof werden wir von netten (weiblichen) Einheimischen begrüßt, bekommen Studentenfutter und Cola-Dosen 150 ml geschenkt - großzügig diese Norweger!

 

Es regnet mal mehr, mal weniger, Anett schlägt sich tapfer. Gem. Reiseführer regnet es in Bergen immer! Zunächst müssen wir erst einmal austreten und gehen in ein tolles Kaufhaus, das WC befindet sich im 5. Stock! Im Aufzug spricht uns ein Deutscher student an, nach kurzem Gespräch wünscht er uns noch einen schönen Urlaub. Vor den Toiletten ist ein großer schicker Tresen mit Wachpersonal dahinter.

 

Der Student fragt dort nach einen Job! Die Touri-Info ist in einem alten, gut renovierten Gebäude untergebracht. Die Gewölbedecken sind toll bemalt.Wir gehen zielstrebig zur Fjordline um unser Rückfahrticket zu buchen. So ein Zufall, wir treffen die BochumerWOMO-Urlauber.

 

In dem Gebäude der Fjordline streikt der Drucker und die Mitarbeiterin gibt uns einen kleinen Zettel mit einer handgeschriebenen Buchungs-Nr. als Beleg mit. Nach kurzem überlegen gehen wir erneut zu ihr und verlangen einen Ausdruck der Buchungsbestätigung, sicher ist sicher!- wir bekommen sie nun auch, der Drucker ist wieder o.k.

 

Wir schlendern, nun von oben trocken, durch Brygge und essen auf dem Markt 2 Fischbrötchen. Die Verkäuferin spricht uns sofort auf Deutsch an, sieht man uns das Deutsche an? Für unsere Beiden nehmen wir mollig warme Norweger-Socken mit. Langsam gehen wir durch Gassen zum Bahnhof zurück, trinken uns im Burger King einen Kaffe und fahren per Zug zum WOMO zurück. Bergen hat uns nicht so gut gefallen!

 

Wir setzen unsere Fahrt durch ein großes Skigebiet in Richtung Hardangerfjord fort. Der Blick auf den Fjord ist beeindruckend riesengroß und breit. Die Straße schlängelt sich am Fjord 1 - 3spurig fort. Eigentlich wollen wir zum Campingplatz Ulvik und während eines Kaffees am Fährhafen, da die Fähre gerade mal wieder abgefahren ist, kommen wir mit einem Deutschen aus Berlin, der seit zig Jahren in Norwegen lebt, ins Gespräch.

 

Der Stellplatz zum Anleger füllt sich und wir reihen uns richtig ein. Die Fähre wird befüllt und was geschieht, wir kommen nicht mit, da wir richtig stehen. Andere holländische WOMO Fahrer haben sich falsch aufgereiht und dürfen noch auf die Fähre. Wir sind ziemlich sauer! Doch nach 20 Min. kommt eine zusätzliche Fähre und dieses mal werden wir mitgenommen.